Foto-Enkaustik: Spannende Erkenntnisse beim Einzelcoaching

Vor ein paar Tagen habe ich einem anderen Fotografen ein Einzelcoaching zum Thema Foto-Enkaustik gegeben. Er hatte mein Atelier mit meinen Bildern gesehen und mich kontaktiert. Er war ebenfalls fasziniert von den Möglichkeiten, welche die Enkaustik uns Fotografen bietet und wollte gerne mehr erfahren. Ihm schwebte allerdings eine sehr minimalistische Bearbeitung seiner Fotos vor. Wir versuchten zunächst mit dem Pinsel hauchdünne Schichten auf die Fotografien aufzutragen und anschließend mit der Heißluftpistole 'einzubrennen'. Doch die Wachsschicht war noch zu dick und nicht eben genug. Also versuchten wir eine Methode - von der ich schon gelesen hatte - sie aber noch nicht selbst angewendet hatte: Die Fotografie in ein Wachsbad zu legen. Wir erhitzten dazu das enkaustische Medium in der elektrischen Pfanne und legten das Fotos hinein, so dass es komplett bedeckt war. Wir nahmen es an zwei Ecken aus dem Wachsbad und ließen das Wachs vom Papier laufen und halfen mit der Heißluftpistole nach. Durch diesen Prozess erhielten wir das Ergebnis, auf das mein Kunde aus war: eine hauchdünne, leicht schimmernde Wachsschicht mit einer einzigartigen Haptik. Doch ein Problem gab es noch: Manche der so von uns bearbeiteten schwarz-weiß Fotos bekamen durch das Tauchbad eine bläuliche Färbung. Uns war zunächst nicht ganz klar was die Ursache war. Wir fanden dann aber heraus, dass die Pigmente in der Druckerfarbe empfindlich auf minimalste Temperaturabweichungen des Wachses reagierten. Ein wirklich spannende Erkenntnis und ein Grund warum Unterrichten so viel Spaß machen kann - man lernt immer wieder Neues dazu.

Leider habe ich während unseres Experimentierens keine Fotos gemacht, aber ein paar Fotos von den Ergebnissen habe ich dann doch noch hinbekommen! =)

 

Bis bald

Eure

Susigrafie